Siebzehn  (Seventeen)
Monja Art
Österreich 2017, DCP, Farbe, 103 Min., OF

Jurypreis „Bester Film“ – Max-Ophüls-Preis 2017
Elisabeth Wabitsch „Beste Nachwuchsdarstellerin“ – Max-Ophüls-Preis 2017
Thomas Pluch Drehbuchpreis – Diagonale 2017

Zwischen Sehnsucht und Erfüllung.
SR
…feinsinnig gezeichnete Jugendstudie. Celluloid
Die Jugend als düsteres Paradies, die Liebe als Schicksalsmacht. SWR
Eine fein tarierte Sturm- und Drang-Beschreibung. Creative Austria
Jugend? Ein Traum. Liebe? Der Inhalt des Traums.

Die letzten Wochen vor den Sommerferien, irgendwo in Niederösterreich. Die siebzehnjährige Paula (Elisabeth Wabitsch) lebt mit ihrer älteren Schwester bei ihrem Vater. Jeden Morgen fährt sie gemeinsam mit ihren besten Freunden Marvin (Daniel Prem) und Kathrin (Vanessa Ozinger) mit dem Bus zur Schule in ein Nachbardorf. Neben dem neuesten Tratsch und Klatsch aus der Schule geht es bei diesen Fahrten vor allem um Liebe und Sex. Auch Paula sehnt sich nach Zuneigung und Leidenschaft – wenn auch mit widersprüchlichen Gefühlen. Denn ihr Objekt der Begierde ist ihre Mitschülerin Charlotte (Anaelle Dézsy). Charlotte hat allerdings einen Freund. Daher versucht sich Paula, die sich ihrer Liebe nicht sicher ist, an einer Affäre mit einem Mitschüler. Und dann ist da noch die zügellose Lilli (Alexandra Schmidt), die begehrt werden will. Dabei nimmt sie weder auf sich noch auf andere Rücksicht. Paula scheint das perfekte Opfer zu sein. (Max-Ophüls-Preis 2017)

Hier sagen sich Fuchs und Hase „Gute Nacht“. Das ist einer der ersten Eindrücke, den die Filmkulisse Niederösterreich auslöst. Kleine Orte, kleine Schule, immer die gleichen Partyplätze, nicht viel zu tun, viel Langeweile. Dabei dreht sich die Handlung um die für ihre 17 Jahre schon sehr erwachsene Paula. Sie lebt gemeinsam mit ihrer älteren Schwester beim Vater. Sie ist gut in der Schule und scheint sich auch zu Hause um alles zu kümmern. […] Daneben beschäftigen sie ähnliche Gedanken wie ihre gleichaltrigen Mitschüler_innen. Es geht um Liebe und Sex, Orientierung im Leben und Zukunftsgedanken. Ihre Sorgen und Sehnsüchte teilt Paula am ehesten mit ihren besten Freund_innen Kathrin (Vanessa Ozinger) und Marvin (Daniel Prem). Irritiert hat sie festgestellt, dass sie sich im Gegensatz zu ihren Klassenkameraden und Klassenkameradinnen nicht für das andere Geschlecht interessiert, sondern für Mitschülerin Charlotte (Anaelle Dézsy). […] Die Jugend ist eine Achterbahn der Gefühle – und das zeigt die Geschichte deutlich. Siebzehn ist vor allem ein Film für die jüngere Generation. (Markus Person, SR.de)

„Sensibel und entschlossen inszeniert, erzählt dieser wunderbare Film von der ersten oder auch der zweiten Liebe, tiefen Sehnsüchten, der inneren Unsicherheit und der Suche nach der eigenen Identität. Es ist überaus erstaunlich, dass man diese wiederkehrenden Geschichten vom Erwachsenwerden so erfrischend und emotional mitreißend neu erfinden kann.“ (Begründung der Jury Max-Ophüls-Preis Saarbrücken 2017)

Monja Elisabeth Art
wurde am am 8. Jänner 1984 in Wiener Neustadt geboren; sie ist, Filmregisseurin und Drehbuchautorin. Monja Art wuchs in Lanzenkirchen in Niederösterreich auf. Nach der Matura an einer Höheren Lehranstalt für Tourismus studierte sie von 2003 bis 2008 Philosophie sowie Deutsche Philologie an der Universität Wien, beide Diplomstudien schloss sie als Magistra ab. Anschließend folgte ein Doktoratsstudium der Deutschen Philologie mit Promotion 2011. Parallel dazu studierte sie ab 2007 an der Filmakademie der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Walter Wippersberg Drehbuch und Dramaturgie, das Studium schloss sie 2011 als Bakkalaureat ab.

Filmografie:
Anemonis (2005, Drehbuch und Regie), Behind the Colours of the Night (2006 Kurzfilm, Drehbuch und Regie identities 2007), Welcome to My Prison (2006, Kurzfilm, Drehbuch und Regie), Mohnkugeln (2009, Dokumentarkurzfilm, Drehbuch und Regie), Rot (2009, Kurzfilm, Drehbuch und Regie), Juli (2012, Kurzfilm, Drehbuch und Regie), Forever Not Alone (2013, Dokumentarfilm, Drehbuch und Regie), Siebzehn (2017, Drehbuch und Regie). Für ihren ersten langen Spielfilm Siebzehn, bei dem sie für Regie und Drehbuch verantwortlich zeichnete, wurde sie 2017 mit dem Filmfestival Max Ophüls Preis ausgezeichnet. Hauptdarstellerin Elisabeth Wabitsch erhielt den Max Ophüls Preis als beste Nachwuchsschauspielerin.

KATEGORIE:
PROGRAMMSCHIENEN:
13.06. 20:00 / Metro Kino Historischer Saal

REGIE:
Monja Art

Buch: Monja Art.
Kamera: Caroline Bobek.
Schnitt: Monja Art, Claudia Linzer.
Ton: Hjalti Bager-Jonathansson.
Kostüm: Christine Ludwig.
Produktionsleitung: Nina Lang.
Mit: Elisabeth Wabitsch, Anaelle Dézsy, Alexandra Schmidt, Christopher Schärf.

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