The Clouds of Sils Maria  (The Clouds of Sils Maria)
Olivier Assayas
Frankreich/Deutschland/Schweiz 2014, DCP, Farbe, 123 Min., OmdU

„Du bist eifersüchtig auf meine Zeit, meine Gedanken…“ (Valentine)
„Bleib, bitte bleib … ich brauche Dich!“ (Maria)
In Die Wolken von Sils Maria liefern sich Juliette Binoche und Kristen Stewart ein grandioses Duell der Generationen – Schauspielerinnen-Kino der Extraklasse. Der Spiegel
Virtuose Vergänglichkeitsmelancholie. Die Welt

Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere erhält die international gefeierte Schauspielerin Maria Enders (Juliette Binoche) das Angebot, in einer Wiederaufführung des Theaterstücks zu spielen, mit dem sie vor 20 Jahren ihren Durchbruch feierte. Damals hatte sie die Rolle der Sigrid übernommen, einer verführerischen jungen Frau, die auf ihre Vorgesetzte Helena eine ganz besondere Faszination ausübt. Aus der beruflichen Beziehung wird bald eine private, in der die viel Jüngere den Ton angibt. Anders als vor 20 Jahren soll Maria Enders diesmal jedoch nicht Sigrid, sondern die ältere Helena spielen, so der Wunsch des Regisseurs.
Also zieht sich Maria Enders mit ihrer jungen, allzeit verfügbaren, aber auch eigenständigen und eigenwilligen Assistentin Valentine (Kristen Stewart) nach Sils Maria zurück, um dort, in der Abgeschiedenheit der Alpen, das Stück zu proben. Schritt um Schritt vermengt sich die Handlung und Dynamik aus dem Stück mit der Realität…

Bei diesen Reisen verbindet die beiden Frauen mehr als eine professionelle Beziehung – es liegt ein unausgesprochenes Begehren in der Luft. Erotische Blicke. Zaghafte Umarmungen. Nacktbaden im See. Aber auch Eifersucht, Unverständnis und Missachtung machen sich breit. Der wunderbaren Juliette Binoche und der ebenso wunderbaren Kristen Stewart dabei zuzusehen, wie sich ihre Figuren umkreisen, anziehen und abstoßen – allein das macht diesen Film zum Ereignis. (Julian Hanich, Der Spiegel)

Maria und Valentine sind definitiv in einer "Beziehung", sie leben, diskutieren, proben miteinander, unternehmen Wanderungen, baden mal schnell nackt im krispen Bergsee, teilen sehr private Details und wissen um ihre jeweiligen Stärken und Schwächen. Privates und Berufliches vermischt sich. Was sich zwischen Juliette Binoche und Kristen Stewart abspielt, erlaubt, nein, lädt eindeutig zu einem ‚queeren reading‘ dieses höchst intelligenten, zitatreichen, doppelbödigen Vexierspiels aus Realität und Fiktion, Vergangenheit und Gegenwart und offensichtlichen und verborgenen gegenseitigen Abhängigkeiten ein.

Olivier Assayas
wurde 1955 in Paris geboren. Er studierte Literatur und war von 1980 bis 1985 Redakteur der „Cahiers du cinéma“. 1986 entstand mit Désordre sein erster Spielfilm. 1996 widmet ihm die Viennale einen Schwerpunkt, seine Filme werden seitdem regelmäßig beim Festival präsentiert.

Filmographie (Auswahl): L’Enfant de l’hiver (1989), Irma Vep (1996), Les Destinées sentimentales (2000), Demonlover (2002), Clean (2004), L’Heure d’été (2007), Carlos (2010), Après Mai (2012), Personal Shopper (2016).

KATEGORIE:
PROGRAMMSCHIENEN:
12.06. 18:30 / Metro Kino Pleskow Saal

REGIE:
Olivier Assayas

Buch: Olivier Assayas.
Kamera: Yorick Le Saux.
Schnitt: Marion Monnier.
Mit: Juliette Binoche, Kristen Stewart, Chloë Grace Moretz, Lars Eidinger.

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