Io e lei  (Me, Myself and Her)
Maria Sole Tognazzi
Italien 2015, Digital, Farbe, 102 Min., OmdU – Österreich-Premiere

Präsentiert von GAYPARSHIP Österreich

Best Original Story – Italian National Syndicate of Film Journalists
Best Actress “Sabrina Ferilli” – Golden Ciak Awards

Eine lesbische Love-Story in Bella Italia mit zwei italienischen Filmstars, die sich lautstark für die längst fällige eingetragene Partnerschaft einsetzen. Zu viel für den katholischen „Osservatore Romano“ – die Tageszeitung lehnte es kategorisch ab, den Film zu rezensieren.

Wunderbar pointiert und gespielt. film-rezensionen.de
Die große Stärke ist ein ausgesprochenes Understatement, der Film ist betont „normal“, so lebensnah erzählt und von den beiden Hauptdarstellerinnen so wunderbar zurückhaltend gespielt, dass heteronormative Wertvorstellungen regelrecht gesprengt werden. kino-zeit.de
Wie Margherita Buy allein mit kleinen Gesten eine enorme Verunsicherung spielen kann, gehört zum Besten des Schauspielerkinos, wie sich Sabrina Ferilli bemüht, den angekratzten Stolz zu wahren – toll! Player

Alles ist perfekt. Alles ist Amore. Na ja, fast. Restaurantbesitzerin Marina (Sabrina Ferrilli), ehemalige, gefeierte Schauspielerin, und die kühle Architektin Federica (Margherita Buy, bekannt aus Nanni Morettis Mia Madre) sind ein Traumpaar. Beide stehen erfolgreich mitten im Leben, sind seit fünf Jahren unzertrennlich und lieben ihren Kater Bengal. Doch die glatte römische Marmorfassade zeigt feine Risse... Federica war verheiratet, hat ihren Mann damals für Marina verlassen, die Nähe zum geliebten Sohn schwindet, weil der mittlerweile ein erwachsener, junger Mann mit eigenen Plänen ist. Und es gibt immer noch Momente, in denen es ihr schwerfällt, zu ihrer lesbischen Beziehung zu stehen, was Marina mitunter die Laune verhagelt. Bei einem geplanten Bettkauf kommt da so manches unerwartete Problemchen (höchst komisch) aufs Tapet. Als ein ehemaliger „guter Freund“ Federicas unvermittelt auftaucht, stehen beiden Frauen stürmische Zeiten bevor…
Io e lei ist vielleicht Italiens erste romantische Komödie, in der zwei Lesben im Mittelpunkt stehen. Federleicht im Ton, brillant in Szene gesetzt und mit zwei Hauptdarstellerinnen, die uns mit grande bellezza in ihr leidenschaftliches Leben und Lieben führen. 

Als Hommage an La Cage aux folles (Ein Käfig voller Narren, 1978), in dem ihr Vater Ugo Tognazzi einst den schwulen Nachtclubbesitzer Renato spielte, versteht Maria Sole Tognazzi ihren Spielfilm. Dabei ist Io e lei bei weitem kein boulevardesker Schwank, der ausgelassen mit Klischees spielt. Die Verbindung zu Édouard Molinaros Komödienklassiker besteht vielmehr in einer gewissen Vorreiterrolle, die beide Produktionen einnehmen. (Carsten Moll, queer.de)

Maria Sole Tognazzi
wurde 1971 in Rom geboren. Sie ist die Tochter von Regisseur und Schauspieler Ugo Tognazzi und der Schauspielerin Franca Bettoia. Ihr Regiedebüt war der Kurzfilm Non finisce qui (1997). Es folgten zwei weitere Kurzfilme: C'ero anch'io (1999) und Sempre a tempo (2000). Spielfilme: Passato prossimo (Past Perfect, 2003), L’uomo che ama (The Man Who Loves, 2008), Ritratto di mio padre (Five Star Life, 2013).

KATEGORIE:
PROGRAMMSCHIENEN:
10.06. 22:00 / Metro Kino Historischer Saal

REGIE:
Maria Sole Tognazzi

Buch: Ivan Cotroneo, Francesca Marciano, Maria Sole Tognazzi.
Kamera: Arnaldo Catinari.
Schnitt: Walter Fasano.
Produktion: Nicola Giuliano, Francesca Cima, Andrea Occhipinti.
Mit: Margherita Buy, Sabrina Ferilli, Fausto Maria Sciarappa, Domenico Diele, Antonio Zavatteri, Anna Bellato, Massimiliano Gallo, Ennio Fantastichini.

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