Feriado  (Holiday)
Diego Araujo
ECU/ARG 2014, DCP, Farbe, 82 min, spanische/Quechua OmdU – Österreich-Premiere

Nominierung Gläserner Bär „Bester Langfilm“ Generation 14plus – Int. Filmfestspiele Berlin

Ein Publikumshit auf der Berlinale 2014.


Der erste Queer-Film ‚Made in Ecuador‘.


Starke Coming-of-Age-Liebesgeschichte um die Irrungen und Wirrungen der aufkommenden Sexualität mit authentischen Darstellern.
spielfilm.de


Große Gefühle und Begebenheiten der ersten Verliebtheit und erwachender Homosexualität werden in Feriado unspektakulär und gerade dadurch berührend in Szene gesetzt.
filmstarts.de

In a world upside down, life reveals new paths to explore.
1999 kollabierte nach einem Korruptionsskandal das ecuadorianische Bankensystem. Vor dem Hintergrund dieser Ereignisse begleitet der Film den unfreiwilligen Ferienaufenthalt des 16-jährigen Juan Pablo bei der Familie seines reichen Onkels. Mit dem korrupten Banker, der sich wegen der Proteste in sein Refugium in den Anden zurückgezogen hat und dessen ungehobelten Söhnen kann der nachdenkliche Juan Pablo nicht viel anfangen. Nachts beobachtet er, wie Helfer seines Onkels brutal einen Mann misshandeln, der sich an ihren Autos zu schaffen gemacht hat. Nachdem Juan Pablo einem Begleiter des Opfers zur Flucht verhilft, verbindet die beiden bald nicht nur diese gemeinsame Erfahrung. Juano, der junge Mann aus dem nahe gelegenen Pueblo, fährt ein altes Motorrad, verdient sein Geld mit Reifenflicken und hört Heavy Metal. Juan Pablo findet den Mut, seinen bislang unbekannten Gefühlen für den attraktiven Juano nachzugehen, ohne zu wissen, ob sie erwidert werden. Es sind Wochen, in denen nicht nur sein Land unruhige Zeiten erlebt. Auch bei Juan Pablo selbst gerät vieles ins Wanken. (Int. Filmfestspiele Berlin)

Ein Erlebnis aus seiner Jugend hat den Regisseur Diego Araujo zu diesem sinnlichen Coming-of-Age-Stück inspiriert. In seinem Spielfilmdebüt blickt er dabei mit dem Gefühl für den richtigen Ton auf eine Gesellschaft voller Spannungen und Gegensätze und kommt dabei ganz ohne sozialen Heile-Welt-Kitsch aus. (Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg)

Ich wollte, dass die Zuschauer_innen die Welt von Juano durch die Augen von Juan Pablo sehen, ihm emotional auf seiner Reise folgen. Wie sich die Landschaft verändert, ist ein Echo auf sein Innerstes: Die Geschichte beginnt in einem kalten Klima, in der monochromen Landschaft der Anden, die die Familien-Hacienda umgibt. Mit Juano erweitert sich das Universum von Pablo und seine Sinne erwachen. Die Farben werden wärmer, die Landschaft grüner, lebendiger. (Regisseur Diego Araujo)

Die seltene Gelegenheit, einen Film aus Ecuador zu sehen: wunderschöne Landschaftsaufnahmen und ein schüchterner, aber trotzdem selbstbewusster Hauptdarsteller, dem man einfach gerne zuschaut, wie er seine Gefühle entdeckt. (Karin Cerny)

Diego Araujo
Geboren 1975 in Quito, Ecuador. 1998 Drehbuch-MA an der Universität Bergen, Norwegen. Anschließend MFA-Studium Filmproduktion an der Florida State University in den USA. Er arbeitete mehrere Jahre als Cutter in New York. Für die Dreharbeiten zu seinem Spielfilmdebüt Feriado kehrte er 2012 nach Ecuador zurück.
Filmografie (Auswahl): Push It! (1999, KF), País de cinco (Country of Five, 2002, Doku), Leonhard’s Secret Treasure (2004, KF)

KATEGORIE:
PROGRAMMSCHIENEN:
19.06. 22:00 / Filmcasino

REGIE:
Diego Araujo

Buch: Diego Araujo
Kamera: Magela Crosignani
Schnitt: Julián Giulianelli, Diego Araujo
Musik: Daniele Luppi
Produktion: Hanne-Lovise Skartveit
Mit: Juan Manuel Arregui, Andrés Paredes, Manuela Merchán, Canela Samaniego, Irwin Ortiz, Francis Pérez Uscocovich, Cristina Morrison

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